Marketingkolumne "Mittelstand-Marketing-ABC" "Der Mittelstand" 2012 BVMW Claudia Mattheis Matteis Werbeagentur

Mittelstand-Marketing-ABC

Eine Auswahl der wichtigsten Begriffe aus der Praxis für Ihr tägliches Marketing.

AIDA
Klassisches Stufenmodell der Werbewirkung nach dem jede Werbeaktion aufgebaut sein sollte: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Wunsch), Action (Handlung)

B2B / B2C
B2B (Business to Business) wird für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen genutzt. B2C (Business to Consumer) steht für die Beziehung von Gewerbe zu Privatpersonen als Kunden.

Corporate Identity
Oft werden Corporate Design und Corporate Identity gleichgesetzt, was jedoch falsch ist. Unter Corporate Identity versteht man die Identität und Philosophie eines Unternehmens. Dazu gehören z. B. Vision, Zweck, Einstellung und Firmengeschichte. Das Corporate Design macht diese Werte u. a. durch das Logo, Farben, Schriften und Formen sichtbar.

Digital Publishing
Digital Publishing ist der mediale Zukunftstrend der nächsten Jahre. Es ist verkürzt gesagt jede Veröffentlichung, die nicht in gedruckter Weise erscheint. Wenn wir das Internet einmal herausnehmen, geht es hauptsächlich um die 3 Bereiche Bücher, Nachrichten und Magazine. Neben browserbasierter Lesesoftware erscheinen diese Veröffentlichungen auf sog. E-Readern (speziellen Lesegeräten) wie z.B. das Amazon Kindle oder auf sog. Tablets wie dem iPad von Apple oder dem Samsung Galaxy Tablet (Tablet Publishing). > mehr auf unserer Tablet Publishing Seite

Direktmarketing
Als Direktmarketing werden alle Kommunikationsmaßnahmen bezeichnet, bei denen die Zielgruppe direkt erreicht und angesprochen wird, z. B. per Mail, Brief, Postwurfsendung. Ziel ist es, eine interaktive Beziehung zu den Kunden aufzubauen. Deshalb ist i. d. R. ein Response-element enthalten (z. B. Antwortkarte), welches eine direkte Reaktion ermöglicht.

Early bird
Der „frühe Vogel“ gibt im Direktmarketing den Anreiz zur raschen Antwort oder Bestellung. Wer schneller reagiert, wird z. B. mit Rabatten, Geschenken oder Zusatzleistungen belohnt.

FAQ
Steht für „Frequently Asked Questions“, d. h. die Fragen, die Kunden in Verbindung mit einem Produkt oder einer Dienstleistung am häufigsten stellen. Als Service für die Kunden können diese Fragen zusammen mit den Antworten veröffentlicht werden, z. B. online auf einer FAQ-Site oder als gedruckter Beileger.

Guerilla-Marketing
Bezeichnet ungewöhnliche Marketingaktionen, die mit geringem Mitteleinsatz eine große Überraschungswirkung erzielen. Ziel ist es, dass über die Aktion viral und von den Medien berichtet wird, um so eine möglichst breite Werbewirkung zu erzielen.

HTML
„Hypertext Markup Language“ ist Standardformat und Programmiersprache für die Darstellung von Webseiten im WWW. HTML beschreibt u. a. Schriftart, Schriftgröße, Textformatierungen, Darstellung von Bildelementen, Farbdefinitionen, Links. HTML ist ein offener Standard und wird ständig weiterentwickelt. HTML Dokumente sind plattformunabhängig, d. h. sie können sowohl von einem Windows-PC als auch von einem Apple-PC dargestellt werden.

Imagewerbung
Im Unterschied zur Produktwerbung geht es um den Eindruck, den ein Unternehmen oder eine Marke bei den Käufern hinterlässt. Konkrete Produkteigenschaften oder der Preis werden nicht bzw. nur sehr untergeordnet kommuniziert.

Jingle
Eine kurze, einprägsame Melodie oder Tonfolge, die als Erkennungsmelodie für ein Produkt, bzw. gesungene Werbeaussage dient und Bestandteil der Marke ist.

KISS-Prinzip
In der Werbung steht das für „Keep it simple and stupid“ und bedeutet sinngemäß: Die Werbebotschaft soll so einfach und so verständlich wie möglich formuliert sein.

Landing-Page
Speziell eingerichtete Website, die man nach einem Klick auf ein Werbemittel (z. B. Banner) oder auf einen Suchmaschinen-Eintrag erreicht. Im Mittelpunkt steht ein bestimmtes Angebot, welches direkt präsentiert wird. Wesentliches Element ist immer ein Response-Bestandteil wie Anfrageformular, Bestell-Button, Link zum Shop.

Marketing-Mix
Setzt sich aus vier Marketinginstrumenten zusammen, im Englischen spricht man von den vier P’s: Product (Produktpolitik), Price (Preis), Place (Distribution), Promotion (Kommunikation).

Nutzungsrechte
Ein Design- oder Textauftrag gliedert sich in zwei Bereiche: der Anfertigung von Entwürfen (Werkvertrag § 631 BGB) und der Einräumung von Nutzungsrechten (Lizenzvertrag § 31 UrhG). Die Honorarhöhe für die Nutzungsrechte richtet sich u. a. nach Nutzungsgebiet, Nutzungsdauer und Nutzungsintensität.

Online-Marketing
Sämtliche Marketingaktivitäten, die über das Internet erfolgen, z. B. Bannerwerbung, Suchmaschinenmarketing (Search Engine Marketing, kurz SEM), Suchmaschinen-optimierung (Search Engine Optimization, kurz SEO), Social Media Marketing, Affiliate-Marketing , E-Mail-Marketing.

POS-Werbung
Werbemaßnahmen direkt am Ort des Verkaufs („point of sale“), z. B. mit Displays, Plakaten, Lautsprecherwerbung, Regalstoppern, etc.

OR-Code
QR steht für Quick Response, d. h. „schnelle Antwort“. Er besteht aus einer quadratischen Matrix mit schwarzen und weißen Punkten, welche die codierten Daten im Dualsystem darstellen. Ein solcher Code verschlüsselt z. B. eine Webadresse, die von Smartphones mit einer installierten Reader-Software per Kamera-Scan ausgelesen und direkt geöffnet werden kann.

Relationship-Marketing
Ziel ist die Gestaltung langfristiger Kundenbeziehungen. Im Mittelpunkt der Marketing-Entscheidungen steht der Kunde und nicht das Produkt.

SWOT-Analyse
Die Situationsanalyse bewertet die unternehmungsinternen Stärken und Schwächen (Strengths/Weaknesses) und unternehmungsexternen Chancen und Gefahren (Opportunities/Threats). Die Analyse hilft bei der Positionsbestimmung und Strategieentwicklung.

Tablet Publishing
siehe
Digital Publishing > mehr auf unserer Digital Publishing Seite

Testimonial
Ein Testimonial bezeugt Zufriedenheit mit einem Produkt oder gibt persönliche Erfahrungen mit einem Unternehmen wieder. Diese positiven Aussagen werden in der Unternehmenskommunikation eingesetzt. Testimonials müssen nicht zwangsläufig Prominente sein, es eignen sich auch Experten, Kunden oder Firmenangehörige.

USP
Das Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition) beschreibt den einzigartigen Vorteil eines Produktes bzw. einer Marke. Diese Einzigartigkeit kann z. B. im Preis, der Form, der Problemlösung oder im Produktnutzen begründet sein. Der USP grenzt das Produkt bzw. die Marke vom Wettbewerb ab und ist Grundlage der Unternehmenswerbung.

Virales Marketing
Funktioniert wie Mund-zu-Mund-Propaganda in elektronischer Form. In Anlehnung an das englische Wort für „Virus“ nutzt diese Marketingform soziale Netzwerke und Medien, um eine Nachricht epidemisch zu verbreiten. Dabei werden Kunden selbst zum Verbreiter der Nachricht und verschicken diese via E-Mail, Facebook etc. an weitere potenzielle Kunden aus ihrem sozialen Umfeld.

Werbeplan
Um Ihre Werbung erfolgreich zu planen, beantworten Sie folgende Fragen: Wie war der Erfolg der bisherigen Werbemaßnahmen? Wie werben Ihre Wettbewerber? Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Werbung? Wie hoch ist Ihr Werbebudget? Welche Zielgruppen wollen Sie mit welchen Angeboten erreichen? Was ist Ihre Werbebotschaft? Welche(s) Medium (Medien) soll (sollen) benutzt werden? Wie kann der Erfolg gemessen und beurteilt werden?

XML
Extensibel Markup Language: Nachfolger von HTML mit erweiterten Möglichkeiten im Web-Publishing. Das Web-Publishing ermöglicht es, Inhalte in Form von Texten, Bildern, Audios und Videos im Internet zu publizieren.

Yellow
Bestandteil des CMYK-Farbmodell und Basis des Vierfarbdrucks. Die Abkürzung CMYK steht für die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta und Yellow sowie den Schwarzanteil Key als Farbtiefe.

Zielgruppe
Die Personen, die mit einer Werbebotschaft angesprochen werden sollen. Die Marketing-Maßnahmen werden dabei speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Die Definition erfolgt nach bestimmten Kriterien, wie sozio-demographischen Merkmalen (Alter, Familienstand, verfügbares Haushaltseinkommen, Wohnort, etc.) oder über psychografische Merkmale (Einstellungen, Werte, Konsumverhalten, usw.).

Claudia Mattheis
Artikel aus: Der Mittelstand. 4/2012 – Das Unternehmermagazin des BVMW

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