Der Weg des Wasserstoffs

Bei der Elektrolyse wird Wasser (H2O) unter Einsatz von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zerlegt. Dabei wandert der Wasserstoff zum negativ geladenen und der Sauerstoff zum positiv geladenen Pol. Die eingesetzte elektrische Energie wird in chemische Energie umgewandelt und im Wasserstoff gespeichert. Dieses Verfahren bezeichnet man auch als „Power-to-Gas“. Stammt der eingesetzte Strom aus Erneuerbaren Quellen, entsteht erneuerbarer Wasserstoff, auch grüner Wasserstoff genannt.

Elektrolyseur

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Carbon Capture and Storage (CCS) /
Carbon Capture and Utilization (CCU)

Wenn das bei der Dampfreformierung entstandene CO2 aufgefangen und in geologischen Lagerstätten gespeichert (CCS) oder weiterverwendet wird (CCU), spricht man von blauem Wasserstoff. Durch Pyrolyse entsteht sogenannter türkiser Wasserstoff. Auch dieser ist klimaneutral.

CCS/CCU

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Methan (CH4) wird unter der Zugabe von Wasserdampf (H2O) in Wasserstoff (H2) und Kohlenstoffdioxid (CO2) gespalten. Wird letzteres gespeichert oder weiter genutzt, spricht man von blauem Wasserstoff.

Dampfreformierung

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Methan (CH4) wird unter Zugabe von Hitze aufgespalten. Dabei entsteht Wasserstoff (H2) und fester Kohlenstoff (C). Wird dieser Kohlenstoff dauerhaft gebunden (Lagerstätte oder stoffliche Nutzung) ist der durch Pyrolyse entstandene Wasserstoff klimaneutral. Er ist auch als türkiser Wasserstoff bekannt.

Pyrolyse

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Deutschland hat die größten Gasspeicherkapazitäten Europas. In Untergrund-Kavernenspeichern, die etwa zwei Drittel der Gasspeicherkapazitäten in Deutschland ausmachen, kann Gas mit Wasserstoff-Anteilen von bis zu 100 % gespeichert werden.

Bis zu 100 %
Wasserstoff

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Bis zu 10 % Wasserstoff kann bereits heute im bestehenden Gasnetz beigemischt werden – künftig können die Anteile noch steigen. Erste Projekte testen bereits heute Wasserstoff-Anteile von bis zu 30 %.

10 % Wasserstoff

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Das deutsche Gasnetz ist rund 500.000 km lang und ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Energieversorgung. Dieses Gasnetz kann künftig auch für Wasserstoff genutzt werden.

rund 500.000 km

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6,5 Mio. Tonnen CO2 hätten 2020 durch eine Beimischung von 10% Wasserstoff ins bestehende Gasnetz eingespart werden können. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Austoß von rund 3 Mio. Autos mit Verbrennungsmotor.

6,5 Mio. Tonnen CO2

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Im Gasverteilnetz sind neben 20,9 Mio. mit Erdgas beheizten Wohnungen auch fast 1,8 Mio. Industrie- und Gewerbekunden angeschlossen.

20,9 Mio. Wohnungen
Fast 1,8 Mio. Industrie- und
Gewerbekunden

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